Nach mehreren Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Mohammad Dschawad Zarif sprach US-Außenminister John Kerry von Fortschritten selbst in kritischen Punkten. "Aber es gibt auch noch erhebliche Differenzen in entscheidenden Fragen", betonte er am Dienstag in Wien vor seinem Rückflug nach Washington. Er werde nun US-Präsident Barack Obama und Kongressmitglieder informieren. Die Absicht, möglichst bis zum 20. Juli eine Einigung zu erreichen, bleibe bestehen. "Der (Termin) 20. Juli liegt noch auf dem Tisch", sagte er. Die Gespräche würden beidseits mit "guter Absicht" geführt. „Wir wünschen uns eine Situation, in der es dem Iran gestatten würde, ein ziviles Atomprogramm zu betreiben und dabei die Welt zu überzeugen, dass er nicht nach Kernwaffen strebt“, sagte Kerry weiter. „Ich will unterstreichen: Diese Ziele sind vereinbar und real umsetzbar, aber es ist uns vorerst nicht gelungen, eine gegenseitig akzeptable Formel zu finden.“ „Ungeachtet der Kompliziertheit dieser Verhandlungen bin ich sicher, dass die USA und unsere Partner in der Sechser-Gruppe wie nie zuvor darauf abzielen, die Lösung dieses Problems, das eines der wichtigsten ist, auf dem Verhandlungswege herbeizuführen.“ Kerry zog Bilanz der zweitägigen Verhandlungen zwischen der Sechser-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte und Deutschland) und dem Iran und betonte, dass ungeachtet der bestehenden Probleme „die Diplomatie die einzige Möglichkeit darstellt, das Problem beizulegen“. Die Sechsergruppe sei wie nie zuvor einig und darauf konzentriert, sich mit dem Iran zu verständigen, betonte er. Sein iranischer Amtskollege, Zarif, sei freilich ein schwieriger Verhandlungspartner, fügte Kerry in Bezug auf seine Gespräche mit dem iranischen Außenminister an