Bereits im Dezember gab es Gerüchte, wonach auch der Sohn des türkischen Premier Minister Recep Tayyip Erdoğan in den Korruptionsskandal verstrickt sein könnte.
Ende Januar ging Bilal Erdoğan schließlich in die Offensive. Wenn es nötig sei, könne ihn die Staatsanwaltschaft jederzeit zur Vernehmung vorladen, kündigte der 34-Jährige an.
Kurz zuvor nahm Recep Tayyip Erdoğan seinen Sohn in Schutz. Bilal Erdoğan war ins öffentliche Interesse gerückt, nachdem vermeintlich düstere Geschäfte mit bekannten Geschäftsleuten wie dem Bau-Tycoon Ali Ağaoğlu bekannt wurden. Dieser gehört zu den Hauptverdächtigen im Korruptionsskandal. Nur knapp war er Ende des Jahres einer Verhaftung entgangen. Vorgeworfen wurden ihm Untreue, Ausschreibungsmanipulation und Machtmissbrauch des Vaters, um lukrative Geschäfte zu vermitteln. Verhindert werden konnte das nur durch das Eingreifen seines Vaters.
Recep Tayyip Erdoğan erklärte vor Vertretern seiner Partei: „Sie wollen meinen Sohn, aber sie meinen mich!“