6 Oktober 2013 - 20:30
Über 50 Tote nach gewaltsamen Protesten in Ägypten

Die Zahl der Toten bei den landesweiten Protesten der Muslimbrüder gegen Regierung und Militär in Ägypten ist auf 51 gestiegen.

Mehr als 240 Menschen wurden bei den Zusammenstoßen am Sonntag verletzt, wie das Innenministerium in Kairo bekanntgab. In der Hauptstadt hatten gestern Anhänger und Gegner des gestürzten Präsidenten Mursi aufeinander eingeschlagen und geschossen. Laut Medienberichten setzten auch die Polizei und das Militär Schusswaffen ein. Im Süden Ägyptens kam es ebenfalls zu gewaltsamen Zusammenstößen; unter anderem in der Stadt Dalga.

Das Militär hat am 3. Juli den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und seine Regierung abgesetzt. Hunderte Muslimbrüder wurden inhaftiert. Die Muslimbruderschaft ist inzwischen verboten.