29 April 2013 - 19:30
Ägypten verlässt Konferenzrunde zum Atomwaffensperrvertrag

Weil die Gespräche zum Atomwaffensperrvertrag offenbar nur sehr langsam voranschritten, hat das ägyptische Außenministerium aus Protest die Konferenz in Genf verlassen.

Weil die Gespräche zum Atomwaffensperrvertrag offenbar nur sehr langsam voranschritten, hat das ägyptische Außenministerium aus Protest die Konferenz in Genf verlassen. Die anderen Länder agierten zu langsam, um eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten zu schaffen, hieß es in einer Erklärung des ägyptischen Außenministeriums. "Wir können nicht ewig auf diese Entscheidung warten." Die Gespräche in Genf laufen noch bis zum Ende der Woche. Die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone im Nahen Osten war nicht Gegenstand der Verhandlungen in Genf. Dort sollte wieder über eine Überprüfung des Atomwaffensperrvertrags beraten werden, die alle fünf Jahre stattfindet, das nächste Mal 2015. Der Vertrag gilt als das wichtigste  internationale Abkommen zu den Atomwaffen. Sein Ziel ist es, die Weiterverbreitung dieser Waffen einzudämmen. Bei der Überprüfung 1995 wurde als Ziel genannt, eine atomwaffenfreie Zone im Nahen Osten zu schaffen.