Die EU-Entscheidung, Iran ab heute vom internationalen Bankensystem der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication (SWIFT) auszuschließen, dürfte diese Situation noch verschärfen. Spanien ist nach Italien der zweitgrößte Importeur von iranischem Öl in Europa. Wenn im Juli die Sanktionen gegen Iran in Kraft treten, dürfte das Autofahren für viele Spanier zu einem unerreichbaren Luxus werden, hieß es kürzlich in einem Bericht der Financial Times. "Diese Sanktionen werden Länder wie Spanien, Griechenland und Italien stärker schädigen als den Iran", kommentierte Miguel-Anxo Murado, ein prominenter spanischer Autor und Journalist, diese Situation. Die USA und Europa beschuldigen Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms militärische Ziele zu verfolgen, was jedoch von Teheran mit Nachdruck bestritten wird. Durch Sanktionen, insbesondere die Blockade von Öl-Exporten aus dem Iran, die zum 1. Juli in Kraft treten soll, wollen die USA und die EU-Länder Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms zwingen. Die Isolierung Irans aus dem internationalen Finanzsystem soll diesen Druck weiter steigern.
16 März 2012 - 20:30
News ID: 303241
Die EU-Sanktionen gegen den Iran werden sich negativ auf die europäischen Länder auswirken, insbesondere auf Spanien, das täglich mehr als 1,5 Millionen Barrel Öl aus dem Iran importiert. Das berichtete der in den USA beheimatete Nachrichtensender RT am gestrigen Freitag.