17 September 2010 - 19:30

Afghanische Zivilisten sind in mehreren Städten auf die Straße gegangen, um gegen die gezielte Tötung von Zivilisten zu demonstrieren.

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, sind in Afghanistan mehrere Hundert Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Ausbeutung und gezielte Tötung von afghanischen Mitbürgern zu demonstrieren. In Mazar-e-Sharif sollen sie gegen eine von den Amerikanern organisierte Tötung von Zivilisten demonstriert haben. Die Demonstranten riefen Slogans gegen die US-Besatzer und den afghanischen Präsidenten Hamid Karzai.Anlaß der Demonstration waren die Tötung von zwei Zivilisten durch US-Besatzer vor zwei Tagen. Diese wurden am Mittwoch grundlos getötet. NATO-Soldaten hatten ebenfalls einen Afghaner getötet und neun verhaftet. Der Zwischenfall hatte sich in Paktia ereignet.Die westiche Allianz hatte vorher zugegeben sechs weitere Zivilisten getötet zu haben, und die volle Verantwortung auf sich zu nehmen. In Ghazni sollen dagegen fünf Soldaten getötet worden sein.In einer Stellungnahme stritt die NATO alle Schuld von sich. Die schlechte Kommunikation und Zielsuche sei für die Verluste unter den Zivilisten verantwortlich.Zivilisten sind in Afghanistan seit dem Beginn der US-Besatzung im Jahr 2001 immer wieder die Hauptleidenden.Allein im letzten Jahr waren nur durch NATO-Truppen 2500 Zivilisten in Afghanistan ums Leben gekommen.