Barzani legte gestern bei einem Treffen mit dem stellvertretenden US-Außenminister Anthony Blinken, in Erbil seine Vorstellung über die Teilnahme der Peschmerga(Kurden-Kämpfer) an den gemeinsamen Operatonen zur Befreiung von Mosul dar.
Die Kurden warteten darauf, dass die Regierung in Bagdad und die Amerikaner einen Plan für die Militäroffensive und die Verwaltung von Mosul am Tag danach vorlegten. "Noch wichtiger als die Befreiung von Mosul ist die Frage, wie Stadt und Provinz nach der Befreiung verwaltet werden", unterstrich Barzani.
Die Kurden wollten über die Zukunft Mosuls mitentscheiden. Sie sind bereit, sich an der Militäroffensive zu beteiligen, machen dies aber von entsprechenden Zusagen abhängig. Wer herrscht danach, lautet also die entscheidende Frage.
Die irakische Stadt ist neben dem syrischen Rakka die letzte verbliebene Bastion der Terroristen. Seit zwei Jahren kontrolliert der IS – nicht zuletzt gestützt auf extreme Brutalität – die einstige multikulturelle Metropole. Und dort wurde das „Kalifat“ ausgerufen.
Blinken, traf gestern auch mit dem Iraks Präsidenten, Fuad Massum, Ministerpräsidenten, Haidar al-Abadi, und dem Chef des „Hohen Islamischen Rats im Irak", Seyyed-Ammar Hakim, zusammen.