15 September 2016 - 07:34
Ehemaliger US-Botschafter: Saudis gestanden Islamismus-Finanzierung ein

Ein hochrangiger saudi-arabischer Beamter hat die jahrzehntelange finanzielle Unterstützung islamistischer Radikaler durch sein Land im Gespräch mit dem damaligen Ständigen Vertreter der USA, Zalmay Khalilzad, gestanden. Mehr: https://de.sputniknews.com/politik/20160914/312555018/ehemaliger-us-botschafter-saudis-gestanden-islamismus-finanzierung-ein.html

In seinem Buch „The Envoy: From Kabul to the White House, My Journey Through a Turbulent World" („Der Gesandte: Von Kabul bis zum Weißen Haus, meine Reise durch eine turbulente Welt") erzählt Khalilzad, der unter der Regierung von George W. Bush Ständiger Vertreter der USA in Afghanistan, im Irak und bei den Vereinten Nationen gewesen war, von seiner letzten Reise nach Saudi-Arabien, die er in dieser Eigenschaft unternommen hatte.

Terroranschläge am 11. September in New York © AP Photo/ Gene Boyars US-Kongress erlaubt Klagen gegen Saudi-Arabien wegen 11. September Die Saudis haben ihre finanzielle Unterstützung des islamistischen Extremismus immer verneint, so Khalilzad, desto verblüffender sei ein Geständnis für ihn gewesen, das er in Riad von einem saudischen Spitzenbeamten gehört habe. „Wir haben Sie irregeführt", sagte er. Saudi-Arabien habe die islamistischen Extremisten bereits seit dem Beginn der 1960er Jahre unterstützt, um der Politik des ägyptischen Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser entgegenzuwirken. Diese Gegenmaßnahme habe sich als erfolgreich erwiesen und sei deshalb zu diversen Zwecken auch weiter verwendet worden.