8 November 2014 - 03:31
Teheraner Freitagsimam: Atomverhandlungen zeigen, dass Amerikaner unverlässliche Gesprächspartner sind

Die aktuellen Atomverhandlungen beweisen, dass die US-Regierung nicht den Willen zur Lösung des Konflikts hat, sagt der heutige Freitagsprediger von Teheran Ayatollah Seyyed Ahmad Khatami.

 

„Die US-Politiker behaupten ständig, dass die Wirtschaftssanktionen die Iraner zum Verhandlungstisch gebracht hätten. Sie suchen keine Wege zur Lösung des Konflikts, sondern suchen nur Vorwände, um den Druck auf Iran zu erhöhen“, sagte Ayatollah Khatami weiter und unterstrich: „Unser Volk hat großes Misstrauen gegenüber den USA. Die aktuellen Atomverhandlungen haben nochmals gezeigt, dass die Amerikaner unverlässliche Gesprächspartner sind.“ Er hob hervor, dass die USA niemals den Frieden in der Region angestrebt hätten, „die ständige Unterstützung Israels und der extremistischen Terrorgruppen in der Region und derjenigen Staaten, die den Terroristen finanziell und militärisch helfen, gehören zu den friedensfeindlichen Maßnahmen der USA.“ Der Freitagsimam verurteilte bei seiner heutigen Predigt auch den tödlichen Angriff auf Schiiten im Osten Saudi-Arabiens und kritisierte die saudische Regierung, die für den Extremisimus verantwortlich sei. Auch in Bahrain gab es Angriffe auf Versammlungen von Schiiten anlässlich des Ashura-Trauerfestes. Ayatollah Khatami verurteilte das Vorgehen des bahrainischen Regimes gegen die Schiiten. Er kiritiseirte auch passive Reaktionen der islamischen und arabischen Staaten auf die Verachtung von al-Aqsa Moschee in Al-Quds (Jerusalem) durch das israelische Regime.