Die persische Teppichherstellung lässt sich um 2.500 bis 3.000 Jahre zurückverfolgen, erläuterte Ahad Azimzadeh. Wertvolle alte Stücke finden sich überall auf der Welt in den Museen. Bis heute ist ihre Qualität unübertroffen, weshalb sie in fast alle Länder exportiert werden.
Allerdings entwickelte sich in Ländern wie Indien, Pakistan, Nepal und der Türkei im Laufe der vergangenen hundert Jahre auch eine starke Konkurrenz. Diese Länder imitieren persische Teppiche und vermarkten sie unter eigenem Namen. Allerdings beobachten wir, dass China, das eine Zeitlang mit dem iran konkurrierte, sich mittlerweile zu einem der Hauptimporteure entwickelt hat.
Im Iran sind gegenwärtig etwa 2,3 Millionen Menschen direkt oder indirekt in die einheimische Teppichindustrie involviert. Rechnet man die Familienangehörigen dazu, sei man nahe an neun Millionen Iranern, die ihren Lebensunterhalt aus der Teppichindustrie beziehen.
Die globale Finanzkrise habe auch den iranischen Teppichhandel in den vergangenen Jahren stark getroffen. Während der Iran noch vor wenigen Jahren den globalen Markt zu 60 Prozent beherrschte, sei der Umsatz seitdem enorm eingebrochen. Der Staat habe dagegen leider wenig unternommen, kommentierte Azimzadeh die aktuelle Situation. Dennoch seien die Teppichexporteure - ungeachtet auch der gegen den Iran verhängten Sanktionen - aktiv geblieben und spielen im iranischen Nicht-Öl-Export eine bedeutende Rolle.
Nach der Statistik der Iranischen Zollverwaltung, hat allein Azimzadehs Unternehmen im vergangenen iranischen Jahr (bis März 2014) Teppiche im Wert von 21 Millionen US-Dollar exportiert.