18 Oktober 2014 - 04:31
Teheraner Freitagsimam kritisiert Äußerungen des saudischen Außenministers

Der heutige Freitagsprediger von Teheran hat die letzten Äußerungen des saudischen Außenministers Saud Al-Faisal gegen Iran scharf kritisiert, wonach Iran als Teil der Probleme der Region gelte.

„Alle wissen sehr wohl, dass Saudi-Arabien die Extremisten finanziell unterstützt“, sagte Ayatollah Ahmad Khatami. „Die Öleinnahmen des saudischen Regimes sind die überwiegende finanzielle Quelle der extremistischen Terroristen in der islamischen Welt und die aktuellen Krisen in dieser Region lassen sich offensichtlich auf die saudische Regierung zurückführen“, sagte der heutige Freitagsprediger und unterstrich: „Es ist sehr klar, dass die Terrorgruppe IS ohne die Unterstützung seitens Saudi-Arabiens nicht entstehen konnte.“ Er sagte weiter: „Die saudische Regierung hat Millionen Dollar ausgegeben, um die syrische und irakische Regierung zu stürzen, was bereits gescheitert ist, nun wollen saudische Regierungsvertreter ihre Empörung durch leere Behauptungen gegen Iran ausdrücken.“ Ayatollah Khatami verurteilte in seiner heutigen Predigt auch das Todesurteil für den schiitischen Geistlichen Scheich Namar Bagher Namar in Saudi-Arabien und bezeichnete dies als eine klare Verletzung der Menschenrechte in diesem Land. Diesem Geistlichen wird lediglich vorgeworfen, Anti-Regierungsdemonstranten in Bahrain unterstützt und sich für die Rechte der Schiiten in Saudi-Arabien engagiert zu haben. Ayatollah Khatami warnte die saudische Regierung, dass der Vollzug dieses Urteils schwere Folgen für das saudische Regime haben würde.