2 September 2014 - 04:45
Iran: Atomabkommen mit dem Westen soll vom UNO-Sicherheitsrat gebilligt werden

Der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghtschi hat bekräftigt, dass eine Einigung zwischen dem Iran und der G5+1 bei den Atomverhandlungen in einer Resolution des Weltsicherheitsrates gebilligt werden muss.

„Ein umfassendes und endgültiges Abkommen zwischen dem Iran und der G5+1 ist erst dann international anerkannt und bindend, wenn es von dem UNO-Sicherheitsrat mit der Verabschiedung einer entsprechenden Resolution gebilligt wird“, sagte Araghtschi in einem Gespräch, das in der heutigen Ausgabe der Zeitung „Iran“ veröffentlicht wurde.

Zugleich betonte er, dass der Iran die Sanktionen als eine Schlüsselfrage in den Atomgesprächen ansehe und dass ohne Aufhebung dieser Sanktionen eine endgültige Einigung unmöglich sei. Auch im Genfer Interimsabkommen vom November sei unterstrichen worden, dass in einem möglichen endgültigen Abkommen alle Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden.

Der iranische Vizeaußenminister hob ferner hervor, dass die Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den fünfständigen Mitgliedsstaaten des Weltsicherheitsrats und Deutschland nicht festgefahren sind. Es gebe jedoch weiterhin Probleme. „Falls diese Probleme gelöst werden, wird der Weg für eine endgültige Einigung geebnet“, sagte Araghtschi und fügte hinzu: „Die Verhandlungen verlaufen sicherlich nach einem Fahrplan. Wenn unsere Gegenseite ihre Verpflichtungen nicht einhält, werden auch wir den Prozess der Umsetzung unserer Verpflichtungen stoppen.“