2 August 2014 - 05:30
Iran dementiert Stationierung von Truppen im irakischen Kurdistan/ erneut zahlreiche Tote und Verletzte bei Kämpfen

Das Außenministerium der Islamischen Republik Iran hat heute (Freitag) die Entsendung von Truppen in das kurdische Gebiet im Irak dementiert.

Es gebe keinen Plan  zur Entsendung von Militäreinheiten in den Irak, heiß es weiter. Die überregionale Zeitung Asharq Al-Awsat hatte unter Berufung auf eine Geheimdienstsquelle in der Provinz Kirkuk behauptet, 200 iranische Spezialeinheiten seien auf Wunsch  der  Patriotischen Union Kurdistans in dieser irakischen Provinz stationiert worden.

Bei Gefechten und Anschlägen kamen  heute im Irak zahlreiche Menschen ums Leben. Bei zweistündigen Kämpfen mit Rebellen in der Stadt Dschurf al-Sachar habe es in den Reihen der Armee mindestens 17 Tote gegeben, erklärten Vertreter der Streitkräfte und der Rettungskräfte.

Zudem seien 23 Kämpfer der Terrorgruppe  Islamischer Staat (IS) getötet worden. Dschurf al-Sachar liegt am Euphrat 70 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. Zuvor hatte es bei Bombenanschlägen in Bagdad mindestens zehn Tote gegeben. Allein bei der Explosion einer Autobombe in dem schiitischen Stadtteil Sadr City wurden sieben Menschen in den Tod gerissen und 21 weitere verletzt, wie Polizei und Ärzte mitteilten. Drei weitere Menschen starben, als nahe dem zentralen Cholani-Platz mehrere Bomben rund um eine schiitische Moschee explodierten.