Vergangene Nacht traten die Vertreterin der G5+1 und der iranische Außenminister, Catherine Ashton und Mohammad Dschawad Zarif, vor die wartenden Medienvertreter und verlasen eine entsprechende Erklärung auf Englisch bzw. auf Persisch. Ashton und Zarif betonten, dass bei den Verhandlungen gute Ergebnisse erzielt worden seien, räumten jedoch ein, dass in einigen Punkten Differenzen weiterhin bestehen. Die Verhandlungen würden mit guten Vorsätzen weitergeführt, erklärte Ashton: "Wir sind fest entschlossen, eine Einigung zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu erreichen." Trotz aller Fortschritte gebe es noch erhebliche Differenzen in entscheidenden Punkten, so Ashton "Diplomatie braucht Zeit", kommentierte Kerry die am Freitag vereinbarte Verlängerung der Verhandlungsfrist bis zum 24. November. Auch Kerry unterstrich, es habe zwar greifbare Fortschritte gegeben, in vielen Bereichen bestünden aber noch wirkliche Differenzen. "Wir haben heute einen Entwurf, der die Hauptprobleme behandelt, aber es gibt immer noch eine Reihe von Klammern und Lücken in diesem Text." Die erste Frist der Atomverhandlungen wäre am 20. Juli ausgelaufen. Josh Earnest, der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, wies ebenfalls auf die in den vergangenen Monaten erreichten Fortschritte hin: Es gebe nun eine "glaubwürdige Perspektive" auf eine umfassende Lösung. Deshalb habe man der Fristverlängerung zugestimmt.