Dieses Prinzip habe für die Regierung eine hohe Priorität, so Ebtekar. Wirtschaftliche Entwicklung dürfe nicht zu Luftverschmutzung, zur Zerstörung der Natur und zum Raubbau an den Wasserressourcen führen. Deshalb müsse der Umgang mit den Wasser- und Energieressourcen revolutioniert werden.
Mehr als 50 Prozent des iranischen Wasserverbrauchs werden durch Grundwasservorkommen gedeckt. Das sind jährlich vier Millionen Kubikmeter Grundwasser. Auf die Industrie enffallen dabei 1,8 Prozent des Gesamtverbrauchs, während die Landwirtschaft 92 Prozent und die privaten Haushalte 7 Prozent nutzen. Dabei gehen Landwirtschaft und Privathaushalte viel zu verschwenderisch mit dieser Ressource um. "Alle, auch Industrie und Bergbau, müssen unbedingt ihren Wasserverbrauch reduzieren", kommentierte Ebtekar diese Situation und wurde darin von Industrieminister Mohammad Reza Nematzadeh bestätigt.