8 Juli 2014 - 04:12
China investiert in iranische Eisenbahnprojekte

Verhandlungen zwischen Iran und China über die Finanzierung verschiedener Eisenbahnprojekte stehen nach offiziellen Informationen kurz vor dem Abschluss.

Wie Seyyed Massoud Nasr Azadani, der stellvertretende Direktor der iranischen Gesellschaft für Infrastruktur und Transport (CDITC)  der Nachrichtenagentur FARS mitteilte, werden iranische und chinesische Unternehmen gemeinsam den Ausbau des iranischen Eisenbahnnetzes vorantreiben.

Der Zeitrahmen für die Durchführung der Projekte wird auf 42 Monate veranschlagt. Von der Investitionssumme wird China 85 Prozent und der iranische Staat die restlichen 15 Prozent übernehmen.

Schon im Juni unterzeichneten Iran und China einen Vertrag über die Elektrifizierung der Strecke zwischen Teheran und Maschhad, Irans zweitgrößter Stadt im Nordosten des Landes. Das Projekt wird von einem iranisch-chinesischen Konsortium betrieben und sieht vor, die bereits vorhandenen Züge auf eine Geschwindigkeit von 200 km/Stunde zu bringen sowie eine neue elektrifizierte Strecke zu bauen, die Geschwindigkeiten bis zu 250 km/Stunde erlaubt. Dazu sollen 70 neue Lokomotiven angeschafft werden.

Nach Fertigstellung des Bauprojektes wird sich auf der Strecke Teheran - Maschhad die Beförderungskapazität von gegenwärtig 14 Millionen Passagieren jährlich auf 35 Millionen Passagiere jährlich erhöhen. Gleichzeitig wird die Frachtkapazität auf 10 Millionen Tonnen steigen, und die Reisezeit wird sich von heute mindestens zwölf Stunden auf sechs Stunden verkürzen