18 Juni 2014 - 04:40
Irakkrise: ISIS-Terroristen greifen Gefängnis an/Kurden verlangen Anerkennung ihrer Gebiete/UNO zieht Personal ab

Im Irak hat es bei neuen Gefechten zwischen der Regierungsarmee und der Terrorgruppe "Islamischer Staat im Irak und in Syrien" (ISIS) zahlreiche Tote gegeben.

Bei einem ISIS-Angriff auf ein Gefängnis nordöstlich von Bagdad kamen nach Polizeiangaben 44 Häftlinge ums Leben Inmitten der schweren Krise fordern die Kurden im Irak eine Anerkennung der von ihnen eroberten Gebiete im Nordirak durch die irakische Regierung. Die kurdischen Truppen würden die Provinzen Kirkuk, Nineve und Diyala nicht eher verlassen, bis Bagdad nicht Artikel 140 der irakischen Verfassung zur Anwendung bringe, zitierte die Nachrichtenseite "Al-Sumaria News" einen kurdischen Offizier am Montag. Artikel 140 der nach dem Sturz des Präsidenten Saddam Hussein durch die USA geschriebenen irakischen Verfassung sieht ein Referendum für die kurdischen Regionen des Iraks vor. Die Bevölkerung der Provinzen Kirkuk, Salaheddin, Nineve und Diyala sollen über eine Zugehörigkeit zur kurdischen Autonomieregion entscheiden. Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation der Gewalt kündigten die Vereinten Nationen den Teilabzug ihres Personals aus der Hauptstadt Bagdad ab. 58 Mitarbeiter würden das Land verlassen, sagte ein UN-Sprecher am Montag in New York.