25 Mai 2014 - 03:09
Botschaften Irans, Nordkoreas und Russlands in Wien Ziel der US-Spionage

Nach Angaben des deutschen NSA-Experten Holger Stark haben die russische, iranische und nordkoreanische Botschaft in Wien zu den Hauptzielen der Spähaktionen Washingtons gezählt.

Er sagte der österreichischen Zeitung „die Presse“, Wien ist für die US-Geheimdienste eben nicht irgendein Standort, es hat eine „besondere Bedeutung". 17.000 Diplomaten tummeln sich in der Bundeshauptstadt, die als Drehscheibe zwischen Ost und West dient.  Unter Berufung auf Unterlagen des Whistleblowers Edward Snowden bestätigte Stark der „Presse", dass das Weiße Haus auch die OSZE mit Sitz in Wien als Aufklärungsziel ausgegeben hat. Demnach sollen die „außenpolitischen Ziele" der OSZE ausgespäht werden (Priorität 4), und alles zu „Waffenkontrolle und Waffenhandel" mit der höheren Priorität 3 - Erkenntnisse dieser Wichtigkeitsstufe werden bereits dem Außen- und Verteidigungsminister vorgelegt. Die US-Geheimdienste haben laut Stark die ebenfalls in Wien ansässige Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ausgespäht - mithilfe der Spionagewaffe Quantum-Insert. Dabei wird eine Zielwebsite gespiegelt und der Zugriffsrechner mit Schadsoftware infiltriert.