10 Mai 2014 - 03:40
Bischöfe üben Kritik an der Haltung israelischer Politiker

Bischöfe im Heiligen Land sind über die wiederholten und zunahmenden Übergriffe auf christliches Eigentum aber auch über permanente Drohungen gegen die in Israel lebenden Christen beunruhigt.

Sie kritisierten zudem die ausbleibende Reaktion israelicher Politiker.  

Bereits Ende April riefen die katholischen Bischöfe des Heiligen Landes die israelischen Behörden und Sicherheitskräfte zum Handeln auf.

Unter anderem war im Patriarchalvikariat in Nazareth ein Drohbrief eingegangen, der alle Christen unter Androhung von Gewalt zum Verlassen des Landes bis 5. Mai aufrief. Nun kündigten die Bischöfe mehrere Aktionen an, mit der die lokale und internationale Öffentlichkeit über die Zwischenfälle informiert werden sollen.

Auch der interreligiöse Rat (Council of Religious Institutions of the Holy Land/CRIHL) verurteilte die Angriffe. Sie stellten eine Entheiligung des Namens Gottes dar, heißt es in einer Erklärung von Mittwoch. Dem CRIHL gehören das israelische Großrabbinat, die örtlichen Kirchenleitungen und das palästinensische "Waqf"-Ministerium, das für religiöse Stätten und Stiftungen zuständig ist, an.