Es war eine der größten Kundgebungen in der Geschichte Israels. Nach Polizeiangaben gingen mehr als 300 000 Menschen auf die Straße, die Veranstalter nannten sogar die doppelte Zahl. Nach Angaben der Behörden waren 3.500 Polizisten im Einsatz.
Mit Mahngebeten auf den Strassen demonstrierten sie gegen einen Gesetzentwurf, der die Wehrpflicht auf die Orthodoxen ausweiten will. Das Parlament soll dem Gesetz noch im März zustimmen. Danach wird der Wehrdienst schrittweise bis 2017 für alle ultraorthodoxen Männer verpflichtend. Verweigerern drohen Haftstrafen.
Die strengreligiösen Juden stellen rund zehn Prozent der etwa acht Millionen Einwohner Israels. Strengreligiöse Juden verweigern in der Regel den Armeedienst mit der Begründung, er erschwere ihnen die Ausübung ihres Glaubens.