Wie die Presseabteilung des russischen Außenamts mitteilt, soll das Treffen im Rahmen der aktiven Kontakte Russlands mit allen Vertretern der syrischen Opposition im Interesse einer politischen Regelung der Lage in Syrien stattfinden. Der Sprecher des Oppositionsbündnisses, Louay Safi, hatte zuvor geäußert, die Delegation der Regimegegner habe vor, mit dem russischen Chefdiplomaten über eine politische Lösung des Syrien-Konflikts zu reden. „Ehrlich gesagt, vertrauen wir jetzt auf die russische Seite, die die syrische Regierung an den Verhandlungstisch in Genf geführt hat“, sagte der Oppositionsvertreter. Wie ein weiterer Sprecher der syrischen Nationalkoalition, Munzer Aqbiq, RIA Novosti telefonisch mitteilte, will Dscharba mit Lawrow die Bildung einer Übergangsregierung in Syrien diskutieren. „Ahmed Dscharba kommt am Dienstagmorgen auf Einladung des russischen Außenministers Sergej Lawrow nach Moskau, um bei einem Treffen mit ihm Wege aus der Syrien-Krise und die Entwicklung unserer Beziehungen zu Russland zu besprechen. Dies ist sein erster offizieller Russland-Besuch“, sagte Aqbiq. Als Hauptthemen bei den Verhandlungen mit dem russischen Außenamtschef nannte er humanitäre Hilfslieferungen in syrische Städte, die Freilassung von Gefangenen in syrischen Haftanstalten und die Bildung einer Übergangsregierung in Syrien. Auch der Generalsekretär des Oppositionsbündnisses, Badr Dschamus, der Regimekritiker Michel Kilo und Salah Darwish aus dem kurdischen Nationalkomitee sollen den Verhandlungen beiwohnen. Am 22. Januar begann im Schweizer Montreux eine internationale Konferenz, die Wege für eine Beilegung des seit fast drei Jahren andauernden Syrien-Krieges aufzeigen soll. Die Friedensgespräche wurden dann in Genf fortgeführt. Die erste Runde, bei der die Regierung und die Opposition erstmals direkt miteinander verhandelten, ging am 31. Januar ohne greifbare Ergebnisse zu Ende. Am 10. Januar sollen die Friedensgespräche fortgesetzt werden.