31 Januar 2014 - 20:30
16 palästinensische Demonstranten bei Angriffen israelischer Soldaten verletzt

Israelische Soldaten haben am Freitag im Westjordanland das Feuer auf palästinensische Demonstranten eröffnet und sechszehn von ihnen verletzt.

Nach Angaben der palästinensischen Behörden hatten die Menschen in der Nähe des Flüchtlingslagers Dschalasun in Ramallah wegen des Todes eines Jugendlichen protestiert, der am Mittwoch von der israelischen Armee erschossen worden war. Unter den Opfern sei ein Schwerverletzter. An der Demonstration nahmen den Angaben zufolge mehrere hundert Palästinenser teil, von denen einige Steine auf die Soldaten warfen.

Der Protest richtete sich gegen die Tötung des 19-jährigen Sohnes des gewählten Vorsitzenden des Volkskomitees im Lager Dschalasun am Mittwoch. Nach Angaben der israelischen Armee wurde er erschossen, nachdem er das Feuer auf Soldaten eröffnet hatte. Augenzeugen versicherten dagegen, er sei unbewaffnet gewesen.

Der UN-Hilfskoordinator für die palästinensischen Gebiete erhob schwere Vorwürfe gegen Israel, weil am Donnerstag 36 Häuser von Palästinensern im Jordantal abgerissen worden waren. Die Zerstörung der Gebäude mache die Menschen obdachlos und stehe im Widerspruch zum Völkerrecht, erklärte James Rawley.