Anders als unter anderem vom französischen Außenminister Laurent Fabius behauptet, seien nicht erst fünf, sondern bereits 30 Prozent der Chemiewaffen aus Syrien geholt worden.
«Von den zirka 100 Tonnen tatsächlichen C-Waffen befinden sich jetzt 32 auf dem US-Schiff, das sie vernichten soll», sagte der ehemalige Biowaffeninspekteur der Zeitung «neues deutschland» (Berlin, Samstag).
Es liege nicht am syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, wenn das Schiff nicht früher beladen worden sei. «Um es deutlich zu sagen: Es handelt sich hier um mutwillig böse Propaganda.» Die Behauptung, erst fünf Prozent der syrischen Chemiewaffen seien außer Landes, geht von einer Gesamtmenge von 800 Tonnen aus. «Bei den genannten 800 Tonnen handelt es sich größtenteils um chemische Vorläufersubstanzen», sagte van Aken.
Syrien hatte mit der Weltgemeinschaft vereinbart, seine Chemiewaffen abzugeben und im Ausland vernichten zu lassen. Der Transport innerhalb Syriens zum Mittelmeer ist wegen des Bürgerkriegs schwierig und gefährlich