6 Januar 2014 - 20:30
Britische Parlamentsdelegation betont Aufhebung der Sanktionen gegen Iran

- Der Vorsitzende der britischen Parlamentsdelegation hat die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran und eine Revidierung der Iran-Politik der westlichen Länder gefordert.

Die Sanktionen gegen den Iran seien von Anfang an falsch gewesen und die westlichen Länder sollten ihre diesbezügliche Politik überdenken, sagte Jack Straw, der Vorsitzende der britisch-iranischen parlamentarischen Freundschaftsgruppe, der am (heutigen) Dienstagmorgen in Teheran eintraf.
Bei einem Treffen mit ihren iranischen Kollegen sprachen sich die Mitglieder der britischen Parlamentsdelegation für einen atomwaffenfreien Nahen Osten aus und betonten zugleich dass der Iran, von allen im Atomwaffensperrvertrag zugesicherten Rechten Gebrauch machen sollte. Abas-Ali Mansuri, der Vorsitzende der iranisch-britischen Gruppe im iranischen Parlament, sagte hinweisend auf die Beziehungen zwischen England und dem Iran vor der islamischen Revolution: „Diese Beziehungen waren einseitig; die Briten wollten sich immer in die Angelegenheiten der Iraner einmischen.“ Nach dem Sieg der Revolution im Iran und der Unabhängigkeit des Landes hätten sich die bilateralen Beziehungen getrübt, da England den Iran nicht weiter ausplündern könnte. Während des achtjährigen auferlegten Krieges habe England dem irakischen Baath-Regime große Hilfe geleistet, so Mansuri.
„Die Herstellung von Beziehungen zu allen Ländern gehört zu den Prioritäten in der iranischen Außenpolitik und die britischen Spitzenpolitiker müssen nun das Vertrauen des iranischen Volkes zurück gewinnen“, ergänzte er.