16 November 2013 - 20:30
Deutscher Botschafter in Teheran: Anti-iranische Sanktionen sind zum Nachteil für Deutschland

Der deutsche Botschafter in Teheran sagte, dass die anti-iranischen Sanktionen Deutschland geschadet haben.

Michael Freiherr von Ungern-Sternberg hat am heutigen Samstag bei einem Gespräch mit der IRNA gesagt, dass die anti-iranischen Sanktionen zweifellos zum Nachteil für Deutschland sind und dass im Falle der Beseitigung der Sanktionen auf juristischer Basis, die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Iran davon profitieren und beide Länder auf allen Gebieten wieder Beziehungen unterhalten können. Der deutsche Botschafter in Teheran wies auf das Handelsaustauschvolumen beider Länder hin und fügte hinzu, dass der deutsche Export nach Iran im ersten Halbjahr 2013 1,2 Milliarden Euro betragen hat und Waren im Wert von 175 Millionen Euro von Iran nach Deutschland exportiert wurden. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet diese eine Verringerung um 25 Prozent.

Freiherr von Ungern-Sernberg sagte bezüglich der letzten Verhandlungen Irans mit der G5+1 in Genf, dass diese spürbare Fortschritte gebracht hätten. Seiner Meinung nach seien die Besorgnisse der Weltgemeinschaft über die iranischen Atomaktivitäten das größte Hindernis für Fortschritte bei den Verhandlungen. Er sagte: Die Weltgemeinschaft möchte sicher sein, dass Iran seine Atomaktivitäten nicht für militärische Zwecke nutzt