Wir haben eine delikate und auch sehr komplizierte Phase der Verhandlungen erreicht und müssen nun das schriftliche Abkommen vorbereiten», sagte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi am Freitag. Vorher werde es noch ein Dreiertreffen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton mit US-Außenminister John Kerry und dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Zarif geben. «Danach kann das Abkommen dann von allen Seiten verabschiedet werden», sagte Araghchi. Die sogenannten 5+1-Gruppe besteht aus den fünf UN-Vetomächten China, England, Frankreich, Russland und den USA sowie Deutschland. Bundesaußenminister Westerwelle sieht die Atomgespräche mit dem Iran in einer entscheidenden Phase. Man wolle nun gemeinsam auf eine Verständigung hinarbeiten, sagte er nach dem Eintreffen in Genf. US-Außenminister Kerry betonte bei seiner Ankunft, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es noch keine Vereinbarung. Er werde mit dem iranischen Außenminister Zarif zusammentreffen, um die Differenzen zu verringern, erklärte Kerry am Freitag in Genf. Es gebe noch ungelöste Fragen und bedeutende Meinungsunterschiede, die überwunden werden müssten. Die Außenminister Frankreichs und Englands wollen sich ebenfalls persönlich in die Gespräche einschalten. Gestern Abend hatten sich die Unterhändler beider Seiten zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Verhandlungen geäußert.