Iran hat laut dem Atomwaffensperrvertag (NPT) das Recht auf Urananreicherung. Das sagte der ehemalige Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Hans Blix, in einem BBC-Interview, wie Farsnews am Montag berichtete. Die Argumente, mit denen der Westen Iran von seinem Recht abbringen will und die diesbezüglichen Forderungen an Iran seien meistens in einem erniedrigenden Ton gestellt worden, so Blix. Ein Militärschlag gegen Iran wäre ein Verstoß gegen die UN-Charta und könnte den Nahen Osten in ein völliges Chaos stürzen. Wenn diplomatische Schritte aber zur Entspannung und Verringerung der Besorgnisse führen, würde dies die Verbreitung von Atomwaffen in dieser Region eindämmen, ergänzte Blix.„Ich habe keinen Zweifel, dass Iran durch die Nutzung der Atomenergie seine Kapazität zur Stromerzeugung erhöhen will, um damit das Erdöl, das momentan für die Stromerzeugung verwendet wird, verkaufen zu können. Genau das machen zurzeit die Emiraten und Saudi Arabien hat ähnliche Pläne“, so Blix. Dies sei aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht zu rechtfertigen. Er sei mehrmals nach Iran gereist und zweifle nicht, dass das iranische Volk zu Recht auf seine nuklearen Fortschritte stolz ist, zugleich aber auch der Ansicht ist, dass die entwickelten Industrieländer dessen Zugang zu den modernen Technologien behindern wollen. „Ich habe immer wieder von Iran gehört, dass es keine Atomwaffen bauen will und diese Waffen als im Widerspruch zu seinen islamischen Überzeugungen und seinen Sicherheitsinteressen betrachtet und für eine regionale und internationale Abrüstung ist. Diese Äußerungen sind vielbedeutend“, sagte Blix. Die UNO und die IAEA hätten Iran nicht die Verletzung des NPT-Vertrags vorgeworfen, aber manche Länder hegten Misstrauen gegenüber den friedlichen Atomaktivitäten des Landes. Nun müssten vertrauensschaffende Maßnahmen ergriffen werden und der immense Druck, der seit langem auf Iran ausgeübt wird, sollte beendet werden. In Vergangenheit hätte der scharfe Ton die Verhandlungen behindert. Der versöhnliche Ton, der momentan von allen Seiten benutzt wird, könnte das wahre Interesse zur Erlösung aus dieser gefährlichen Situation zeigen, die in den letzten Jahren Gestalt angenommen hat. Allerdings sollten zunächst die Taten abgewartet werden und Worte und Tonart allein nützten nicht. Im Falle einer Einigung zwischen den verhandelnden Ländern und Iran könnte diese die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats ersetzen.
15 Oktober 2013 - 20:30
News ID: 472828
Iran hat laut dem Atomwaffensperrvertag (NPT) das Recht auf Urananreicherung.