1 September 2013 - 19:30
Arabische Liga findet keine gemeinsame Position im Syrien Konflikt

Die arabischen Staaten finden im Syrien-Konflikt nicht zu einer gemeinsamen Position.

Zwar verabschiedete die Außenminister-Konferenz der Arabischen Liga am Sonntagabend in Kairo eine Erklärung, in der sie den Einsatz von Chemiewaffen im Syrien-Konflikt in scharfen Worten verurteilte. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen seien, blieb in der Abschlusserklärung des Treffens jedoch unklar. Die Minister appellierten lediglich an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, klar Stellung zu beziehen. Ziel müssten notwendige abschreckende Maßnahmen gegen die Verursacher dieses Verbrechens sein, heißt es in einer Erklärung, die die Außenminister am Abend in Kairo verabschiedeten. Sie plädierten dafür, die Schuldigen vor ein internationales Gericht zu bringen. 
In der Frage eines möglichen US-Militärschlags ist die Arabische Liga gespalten. Während sich vor allem Saudi-Arabien für eine ausländische Intervention aussprach, lehnten dies der Libanon, der Irak und Algerien strikt ab. 
Die Minister entsprachen nicht dem Wunsch des Vorsitzenden des Bündnisses der syrischen Opposition, Ahmed al-Dscharba, die Pläne der USA für eine militärisches Eingreifen zu unterstützen. 
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte zur Eile bei der Untersuchung des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs.