Zwar verabschiedete die Außenminister-Konferenz der Arabischen Liga
am Sonntagabend in Kairo eine Erklärung, in der sie den Einsatz von
Chemiewaffen im Syrien-Konflikt in scharfen Worten verurteilte. Welche
Konsequenzen daraus zu ziehen seien, blieb in der Abschlusserklärung
des Treffens jedoch unklar. Die Minister appellierten lediglich an die
Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, klar Stellung
zu beziehen. Ziel müssten notwendige abschreckende Maßnahmen gegen
die Verursacher dieses Verbrechens sein, heißt es in einer Erklärung,
die die Außenminister am Abend in Kairo verabschiedeten. Sie plädierten
dafür, die Schuldigen vor ein internationales Gericht zu bringen.
In der Frage eines möglichen US-Militärschlags ist die Arabische Liga
gespalten. Während sich vor allem Saudi-Arabien für eine ausländische
Intervention aussprach, lehnten dies der Libanon, der Irak und Algerien
strikt ab.
Die Minister entsprachen nicht dem Wunsch des Vorsitzenden des Bündnisses
der syrischen Opposition, Ahmed al-Dscharba, die Pläne der USA für
eine militärisches Eingreifen zu unterstützen.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte zur Eile bei der Untersuchung
des mutmaßlichen Chemiewaffenangriffs.
1 September 2013 - 19:30
News ID: 458606
Die arabischen Staaten finden im Syrien-Konflikt nicht zu einer gemeinsamen Position.