9 März 2013 - 20:30

Sieben ägyptische Polizisten sind im Prozess um tödliche Krawalle nach einem Fußballspiel 2012 freigesprochen worden. Militante Fußballfans des Vereins al-Ahly haben in Kairo die Zentrale des ägyptischen Fußballverbandes gestürmt und in Brand gesetzt. Weitere der sogenannten Ultras zündeten mehrere Gebäude des Polizeiklubs an.

Sieben ägyptische Polizisten sind im Prozess um tödliche Krawalle nach einem Fußballspiel 2012 freigesprochen worden.

Militante Fußballfans des Vereins al-Ahly haben in Kairo die Zentrale des ägyptischen Fußballverbandes gestürmt und in Brand gesetzt. Weitere der sogenannten Ultras zündeten mehrere Gebäude des Polizeiklubs an. Der damals zuständige Polizeichef wurde wie ein weiterer Polizist und acht andere Angeklagte zu 15 Jahren Haft verurteilt. Fünf Angeklagte müssen lebenslang ins Gefängnis. Ausgesprochen wurden ferner sechs Haftstrafen über zehn Jahre und zwei über fünf Jahre. Ein Angeklagter muss ein Jahr ins Gefängnis. Das heutige Gerichtsverfahren wurde unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen und Präsenz einer Anzahl Verantwortlichen des Innenministeriums und über 100 Polizeikräften durchgeführt. Am 1. Februar 2012 waren bei Ausschreitungen in der Hafenstadt Port Said 74 Menschen ums Leben gekommen, als Fans des örtlichen Vereins al-Masri nach dem Abpfiff brutal auf Anhänger des rivalisierenden Al-Ahly-Clubs losgingen.