Das berichtete die Tageszeitung Junge Welt in ihrer Ausgabe vom 22. Mai. Um sich gegenüber dem israelischen Geheimdienst abzuschirmen, werden die Vorbereitungen weitgehend geheim gehalten. Es heißt, dass die Flottille dieses Mal von einem Segelschiff angeführt werden soll, und zwar von der 1922 in Emden gebauten und heute unter finnischer Flagge fahrenden "Estelle". Weitere Schiffe sollen sich anschließen. Schon seit Jahren wird immer wieder versucht, die Blockade Gazas mit Schiffen zu durchbrechen. Im Mai 2010 wurde die erste internationale Flottille von der israelischen Marine in internationalen Gewässern abgefangen. Soldaten erschossen auf der türkischen »Mavi Marmara« neun Türken und verwundeten 50 Menschen schwer. 2011 wurde eine zweite Flottille, die von Griechenland aus starten wollte, von den dortigen Behörden auf Druck Israels am Auslaufen gehindert. Monate später gelang der "Tahrir" und der irischen "Saoirse" der Aufbruch nach Gaza von einem türkischen Hafen aus, doch auch diese beiden Schiffe wurden - wiederum in internationalen Gewässern und somit völkerrechtswidrig - von Israel gekapert. Die Aktivisten an Bord wurden umgehend abgeschoben. Den umgekehrten Weg zur Durchbrechung der israelischen Gaza-Blockade geht die kanadische Organisation "Boat to Gaza". In Kooperation mit einheimischen Handwerkern baut sie ein Schiff, das voraussichtlich den Namen "Gaza’s Ark" (Die Arche von Gaza) tragen und Exportgüter aus Gaza an Abnehmer im Ausland bringen soll.
28 Mai 2012 - 19:30
News ID: 318484
In mehreren Ländern bereiten Palästina-Aktivisten heimlich die Entsendung einer weiteren Solidaritätsflotille nach Gaza vor.