14 März 2012 - 20:30
News ID: 302866
Der US-Soldat, der 16 afghanische Zivilisten in Kandahar getötet haben soll, ist einige Stunden nach dem Besuch des US-Verteidigungsminsiters in Afghanistan außer Landes gebracht worden.
Da das US-Militär in Afghanistan über keine passende
Gefangeneneinrichtung verfüge, in der er festgehalten werden könne, sei
er auf juristische Empfehlung ausgeflogen worden, behauptete laut ORF
ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums in Washington, ohne den
neuen Aufenthaltsort des 38-Jährigen zu nennen.Während das Parlament in
Kabul einen öffentlichen Gerichtsprozess in Afghanistan forderte,
bestand das Pentagon darauf, ihn von einem US-Militärgericht aburteilen
zu lassen. Dem Soldaten wird vorgeworfen, am vergangenen Sonntag in zwei
Dörfern der Provinz Kandahar 16 Menschen getötet zu haben, darunter
drei Frauen und neun Kinder. Nach Augenzeugenberichten und Angaben
verschiedener afghanischer Quellen sollen mehr als ein Soldat an diesem
Verbrechen beteiligt gewesen sein.