31 Dezember 2011 - 20:30

Den geheimen Dokumenten des englischen Nationalarchivs zufolge hat die Regierung von Margaret Thatcher Anfang 1981 insgeheim dem damaligen irakischen Diktator Saddam militärische Rüstung zukommen lassen.

Laut diesen Dokumenten, aus denen Abschnitte nun nach ungefähr 30 Jahren von der Financial Times veröffentlicht wurden, hat die Thatcher-Regierung, die sich bei dem Angriff des Baath-Regimes gegen Ende 1980 auf Iran für unparteiisch erklärt hatte, dem Saddam-Regime nicht nur Kampfflugzeuge verkauft, sondern auch militärische Meeres- und Luftwaffenstützpunkte errichtet.

Dabei hatte England die Resolution des Weltsicherheitsrates über die Vermeidung jeglicher Aktivitäten, die zu größeren Spannungen und der Ausdehnung des Krieges führen, unterzeichnet.

In diesem Bericht heißt es, die ehemalige englische Premierministerin habe erklärt, der beste Weg einer öffentlichen Verurteilung zu entfliehen und von Irak Geld zu erhalten, sei der Verkauf militärischer Rüstung an Irak.

Zur Regierungszeit der konservativen Premierministerin von 1979-1990, hatte diese eine große Rolle bei der Unterzeichnung von Rüstungsabkommen für die englischen Rüstungsfirmen. Zu den wichtigsten dieser Abkommen zählt der Vertrag Al-Yamamah mit Saudi-Arabien in den Jahren 1985-1988. Dies war eines der wichtigsten Rüstungsabkommen der Geschichte mit einem Wert von 40 Milliarden Pfund Sterling.