17 Dezember 2011 - 20:30

Knapp neun Jahre nach ihrer Invasion im Irak haben die US-Soldaten das Land wieder verlassen.

Wie ein amerikanischer Offizier mitteilte, überquerten Sonntagfrüh die letzten Einheiten die Grenze nach Kuwait. Präsident Obama hatte im Oktober angekündigt, dass bis zum Jahresende die letzten US-Soldaten aus dem Irak abgezogen werden sollen. Am vergangenen Mittwoch hatte Obama auf der Militärbasis Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina bereits einen symbolischen Schlussstrich unter den Irakkrieg gezogen und den US-Truppen für ihren Einsatz gedankt.Als amerikanische und britische Truppen am 20. März 2003 in den Irak einmarschierten, konnte niemand ahnen, welche Auswirkungen dieser Schritt haben würde. Klar schien lediglich: Das Ganze war eine zweifelhafte Aktion, ohne Rückendeckung der Vereinten Nationen. Die Massenvernichtungswaffen, die als Grund für den Einmarsch im Irak dienten, wurden nie gefunden. Im Nachhinein weiß man, dass die Bush-Administration schon kurz nach dem 11. September 2001 den Irak im Visier hatte.Insgesamt sollen während der ganzen Invasion mehr als 111 000 Menschen dadurch getötet worden sein.