18 Oktober 2011 - 20:30

Jemenitische Regierungseinheiten haben am Dienstag erneut das Feuer auf Demonstranten eröffnet und dabei nach Krankenhausangaben zwölf Menschen erschossen.

  Mehr als 70 weitere Regimekritiker seien verletzt worden, sagte laut dpa der Leiter eines Feldlazaretts in der Hauptstadt Sanaa, Mohammed al-Kubati. Zu der Protestaktion hatten sich zehntausende Teilnehmer versammelt, die den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh forderten.
Soldaten der Republikanischen Garde, eine dem Präsidenten treu ergebene Einheit unter dem Kommando seines Sohnes Ahmed, hätten außerdem vier Frauen festgenommen, die der Hauptdemonstration vorangingen, sagte der Aktivist Habib al-Uraiki. Ähnliche Kundgebungen wie in Sanaa wurden nach Angaben der Organisatoren auch in anderen Städten des Landes abgehalten, darunter den Küstenstädten Aden und Taizz.
Am Montag waren bei den schwersten Zusammenstößen in Sanaa seit Wochen mindestens 18 Menschen getötet worden, was die Sorge vor einem drohenden Bürgerkrieg in dem Land im Süden der arabischen Halbinsel verstärkte.
Einige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates berieten am Dienstag über einen von Großbritannien verfassten Resolutionsentwurf, der einen sofortigen Waffenstillstand und die Einstellung aller Gewalt gegen Zivilisten und eine Übergabe der Macht verlangt.