Mehr als 70 weitere Regimekritiker seien verletzt worden, sagte laut dpa
der Leiter eines Feldlazaretts in der Hauptstadt Sanaa, Mohammed
al-Kubati. Zu der Protestaktion hatten sich zehntausende Teilnehmer
versammelt, die den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh
forderten.
Soldaten der Republikanischen Garde, eine dem Präsidenten
treu ergebene Einheit unter dem Kommando seines Sohnes Ahmed, hätten
außerdem vier Frauen festgenommen, die der Hauptdemonstration
vorangingen, sagte der Aktivist Habib al-Uraiki. Ähnliche Kundgebungen
wie in Sanaa wurden nach Angaben der Organisatoren auch in anderen
Städten des Landes abgehalten, darunter den Küstenstädten Aden und
Taizz.
Am Montag waren bei den schwersten Zusammenstößen in Sanaa
seit Wochen mindestens 18 Menschen getötet worden, was die Sorge vor
einem drohenden Bürgerkrieg in dem Land im Süden der arabischen
Halbinsel verstärkte.
Einige Mitglieder des UN-Sicherheitsrates
berieten am Dienstag über einen von Großbritannien verfassten
Resolutionsentwurf, der einen sofortigen Waffenstillstand und die
Einstellung aller Gewalt gegen Zivilisten und eine Übergabe der Macht
verlangt.
18 Oktober 2011 - 20:30
News ID: 272924
Jemenitische Regierungseinheiten haben am Dienstag erneut das Feuer auf Demonstranten eröffnet und dabei nach Krankenhausangaben zwölf Menschen erschossen.