22 September 2011 - 20:30

Trotz der vereinbarten Waffenruhe ist es im Jemen erneut zu blutigen Zusammenstößen zwischen den Regierungstruppen und Demonstranten gekommen.

Zu diesen neuen Gefechten kam es, als Regierungstruppen die Anwesen der beiden wichtigsten Rivalen von Präsident Ali Abdullah Saleh angriffen. In weiterer Folge kam es zu neuerlichen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern Salehs, bei denen mindestens zehn Menschen getötet wurden.
Ali Abdullah Saleh befindet sich weiterhin in Saudi-Arabien, wo er sich seit dem Attentat im Juni von seinen Verletzungen erholt. Appelle der Internationalen Gemeinschaft an Saleh, die Macht abzugeben, verhallten bislang ungehört. Aber die Demonstrationen im Jemen gehen weiter: Im Zentrum Sanaas versammelten sich erneut Tausende Menschen und skandierten Parolen wie: “Saleh, wir bringen dich vor Gericht”, oder: “Revolution ist der einzige Weg, um die Unterdrückung zu beenden.”