225 weitere sind zudem von scharfer Munition verletzt worden, als israelische Soldaten das Feuer auf Hunderte Demonstranten eröffneten, meldete das syrische Fernsehen. Der Zwischenfall ereignete sich in einem von österreichischen Blauhelmen überwachten Gebiet.Die Vereinten Nationen haben auf den Golan-Höhen eine Pufferzone zwischen Israel und Syrien eingerichtet, die von Blauhelmen überwacht wird. Auch 380 Österreicherinnen und Österreicher verrichten im Rahmen der UNO-Mission UNDOF ihren Dienst. Laut Bundesheer-Sprecher Bauer war vom Zwischenfall am Sonntag auch der österreichische Einsatzbereich bei der syrischen Geisterstadt Kuneitra betroffen. Bundesheer-Soldaten seien aber "weder verletzt noch getötet, noch in irgendeiner Weise bedroht" worden.Die Demonstranten schwenkten Palästinenserflaggen und bewarfen die Soldaten nach israelischen Angaben mit Steinen. Laut Bauer versuchten sie, die sogenannte "Alpha-Linie" zu überschreiten, hinter der sich die israelischen Soldaten befinden. Diese hätten daraufhin offenbar durch Waffeneinsatz versucht, die Demonstranten zu stoppen.Die Demonstranten hatten sich zum "Naksa-Tag" an der Grenze des Landes versammelt, das sie als ihre Heimat betrachten. Naksa bedeutet Rückschlag. Die Palästinenser wollten damit an die Eroberung des Westjordanlands, des Gazastreifens und Ost-Beitolmoghaddas sowie der Golan-Höhen durch Israel während des Sechstagekriegs ab 5. Juni 1967 erinnern.Auch im Westjordanland kam es am Sonntag zu Konfrontationen. Hunderte von Palästinensern lieferten sich bei Ramallah Zusammenstöße mit israelischen Soldaten. Dabei sind mindestens 20 Menschen verletzt worden.
5 Juni 2011 - 19:30
News ID: 245651
Bei Demonstrationen an den besetzten Golan-Höhen sind am Sonntag mindestens 13 Palästinenser erschossen worden.