8 April 2011 - 19:30

Minister und Berater des gestürzten tunesischen Diktators Zine El Abidine Ben Ali haben Ausreiseverbot bekommen.

  Sämtlichen Regierungsvertretern sowie Ministern und Beratern des gestürzten Diktators werde wegen Korruptionsvorwürfen die Ausreise ins Ausland verwehrt, gab eine juristische Quelle laut der tunesischen Nachrichtenagentur bekannt. Zu den  wichtigsten Persönlichkeiten, die verhaftet wurden und Ausreiseverbot erhielten, zählen unter anderem Abdel Wahab Abdullah, früherer Außenminister und einer der Zuständigen für die politische Propaganda im Land, sowie der frühere tunesische Innenminister, der Beratungsminister und der Kanzleichef Ben Alis. Bei ihren Demonstrationen sprachen sich die Tunesier hauptsächlich für ein Vorgehen gegen Korruption im Regierungsapparat aus. Ferner protestierten sie gegen den wirschaftlichen Missstand und die Arbeitslosigkeit im Land. Die im Dezember begonnenen Proteste führten schließlich zur Revolution, die am 14. Januar siegte und zum Sturz von Zine El Abidine Ben Ali führte.