31 März 2011 - 19:30

Der Prediger des heutigen Teheraner Freitagsgebets hat die USA und die West-Allianz wegen deren Einmischung in den Libyen-Konflikt scharfer Kritik unterzogen.

Ayatollah Ahmad Khatami sagte: Die USA und Europa haben während der 30-tägigen Bombardierung des libyschen Volkes durch Gaddafi-Kräfte lediglich zugesehen und den Beobachter gespielt. Khatami zufolge dient die jüngste Militärintervention deshalb allein den Interessen dieser Länder. Die USA und die westliche Allianz setzen ihre Offensive auf das Land weiter fort, obwohl laut libyschen Regierungsstellen seit Beginn der Angriffe auf das Land am 20. März bislang mindestens 114 Menschen getötet und weitere 445 verletzt wurden. Der Prediger des Teheraner Freitagsgebets verurteilte zudem das Schweigen der USA und weiterer Verfechter der Menschenrechte in Sachen Niederschlagung der Volksproteste in manchen Ländern der Region, darunter Bahrain. Seit Beginn der regierungskritischen Kundgebungen in dem Königreich kam es immer wieder zu einer brutalen Begegnung mit den Bürgern durch bahrainsche Sicherheitskräfte, bei denen bislang bis zu 25 Menschen ums Leben kamen. Bei der gewaltsamen Niederschlagung der Bahrainer sind auch Militärkräfte aus Saudi-Arabien, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten beteiligt.