17 September 2010 - 19:30

Die im Gazastreifen regierende islamisch-palästinensische Widerstandsbewegung Hamas hat dazu aufgerufen, trotz aller Drohungen Israels noch mehr Schiffe auf die Fahrt zum Gazastreifen zu schicken.

Internationale Solidaritätsgruppen sollten ihre Bemühungen zur Aufhebung der Blockade des Gazastreifens durch das zionistische Regime fortsetzen, teilte die Hamas in Gaza mit.

Hamas-Chef Ismail Hanija hatte Israel aufgefordert, dass es die Blockade nicht nur lockert, sondern aufhebt. Flottillen aus arabischen und islamischen Ländern könnten dabei helfen, auf das Leid der Palästinenser im Gazastreifen aufmerksam zu machen, sagte Hanija. Die Hamas, die bei legalen Wahlen im Jahr 2007 die Regierung des Küstenstreifens übernahm, warf dem zionistischen Regime "Piraterie" in internationalen Gewässern vor, weil es das von Libyen gecharterte Hilfsschiff "Amalthea" - zuletzt umbenannt in "Hope"  - dazu gezwungen hatte, im ägyptischen Hafen Al-Arisch einzulaufen.

Israel hatte der zwölfköpfigen Besatzung und den 15 propalästinensischen Aktivisten an Bord der "Hope" mehrfach gedroht, unter keinen Umständen die Seeblockade vor dem Gazastreifen zu brechen. Gezwungenermaßen willigte die internationale Gaddafi-Stiftung schließlich ein, dass das Schiff mit 2000 Tonnen Hilfsgütern nicht Gaza, sondern die ägyptische Hafenstadt Al-Arisch anläuft.