17 September 2010 - 19:30

Während die palästinensische Autonomiebehörde die Einstellung des Siedlungsbaus als eine Bedingung für die Wiederaufnahme von direkten Friedensverhandlungen mit dem zionistischen Regime erklärt hat, hat die israelische Stadtverwaltung von Beitolmoqaddas den Bau neuer Judenwohnungen in Ost-Beitolmoqaddas genehmigt.

Die Kommission für Stadtplanung gab grünes Licht für den Bau von 20 Wohnungen in der Zionistensiedlung Pisgat Seew, sagte laut AFP ein Sprecher der Stadt. Das zionistische Regime hat den mehrheitlich von Arabern bewohnten Ostteil von Beitolmoqaddas 1967 besetzt und später annektiert. Nach Angaben des Sprechers wurden insgesamt mehr als 100 neue Wohnungen genehmigt, die meisten davon in arabischen Vierteln der Stadt.
Die Nahost-Friedensgespräche liegen seit Israels Militäroffensive im Gazastreifen vor gut eineinhalb Jahren auf Eis. Die Palästinenser fordern vom zionistischen Regime die vollständige Rückgabe aller nach dem Krieg von 1967 annektierten Palästinensergebiete. Neben dem Gazastreifen und dem Westjordanland ist das vor allem Ost-Beitolmoqaddas, dessen Annektierung durch Israel international nie anerkannt wurde.