17 September 2010 - 19:30

Ein Führer der ägyptischen Muslimbruderschaft hat mit Hinweis darauf, dass die Bürger seines Landes unter dem Phänomen Folter leiden erklärt, seit 1993 sind über 750 Menschen unter Folter ums Leben gekommen.

  Dschamal Tadscheddin, Generalsekretär des Freiheitskomitees der ägyptischen Anwaltskammer sagte am gestrigen Feitag im Gespräch mit dem Nachrichtensender Al Alam: "Kürzlich wurde Khaled Said, ein junger Ägypter von zwei Polizeibeamten auf offener Straße zu Tode getreten. Beweis dafür ist die Vorladung von zwei Verhörbeamten seiner Akte durch die Staatsanwaltschaft."
Tadscheddin verteidigte das Vorgehen der Muslimbruderschaft und anderer Oppositionsgruppen zur Bekämpfung der Folter in Ägypten und sagte: "Die ägyptische Staatsordnung nimmt die Opposition, insbesondere die Muslimbruderschaft wegen ihrer offenen Kritik am Vorgehen der Regierung stets zum Ziel."
Er weiter: „Ägypten bezeichnet die Muslimbruderschaft als illegal, während diese Gruppe 88 Abgeordnete im Parlament hat, und viele Leiter von Syndikaten, die durch freie Wahlen gewählt wurden zu den Mitgliedern dieser Bruderschaft gehören. Man kann also nicht davon sprechen, dass die Gruppe illegal sei."