Hoschjar Zebari verurteilte die
Verfolgung der PKK-Rebellen auf dem irakischen Territorium durch die
türkische Armee und sagte, Ankara soll nicht im Alleingang, das heißt
ohne Einvernehmen mit Bagdad und der kurdischen Regionalregierung,
handeln. Nach den Worten des irakischen Außenministers sind weder die
Zentralregierung noch die Regionalregierung im irakischen Kurdistan
zuvor darüber informiert worden.
Nach dem Überfall auf den
türkischen Grenzposten am Samstagmorgen, bei dem zehn türkische
Soldaten getötet und mindestens 16 weitere verletzt wurden, erklärten
Regierung und Militärführung, das Vorgehen gegen die PKK verschärfen zu
wollen. „Wir werden unseren Kampf gegen den Terrorismus noch
entschlossener führen“, sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan,
der eine Reise durch Zentralasien abbrach. Nach diesen Angaben kamen
auch zwölf Kämpfer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei ums Leben.
Türkische Luftstreitkräfte hatten aus Vergeltung PKK-Stellungen im Norden des Irak bombardiert.
17 August 2010 - 19:30
News ID: 192894
Iraks Außenminister hat das Eindingen der türkischen Streitkräfte auf irakisches Territorium als eine Verletzung der Souveränität des Landes bezeichnet.