Diese Zusammenkunft findet auf Initiative der Fakultät für Rechtswissenschaften der syrischen Universität Halab in Aleppo statt. Die teilnehmenden Rechtswissenschaftler kommen aus Syrien, Ägypten, Algerien, dem Libanon, Libyen, Kuwait, dem Irak, Marokko, Jordanien, Sudan und den Vereinten Arabischen Emiraten.
Der Kongress soll Wege für eine Prozessführung gegen die zionistischen Verbrecher untersuchen. In diesem Zusammenhang sprach Dr. Mohammad Maghura, ein libyscher Unversitätsdozent über die Maßnahmen, die notwendig sind, um die Verbrechen Israels während des Gazakrieges vor das Internationale Verbrechertribunal zu bringen und schilderte das Verfahren für die Einreichung der Anklageschrift gegen das zionistische Regime bei diesem internationalen Sondergericht. Er betrachtete die Verurteilung Israels angesichts des umfangreichen Beweismaterials als realisierbar. Dieser Universitätsprofessor aus Libyen sagte zudem, die Verbrechen, die Israel in Gaza begangen hat, fallen unter Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit und Massenmord und die damaligen Verantwortungsträger Israels müssen wegen dieser Untaten vor dem Internationalen Verbrechertribunal Rede und Antwort stehen.
Ein weiterer Redner bei dieser Konferenz war Dr. Abdul Latif, Dozent an der Universität Tikrit im Irak. Er forderte die Bildung eines vorläufigen Verbrechertribunals, welches die Vergehen Israels untersuchen soll.
Das zionistische Regime hat während seiner 22-tägigen Gaza-Offensive durch Einsatz von verschiedenen unkonventionellen Waffen wie z.B. Phosphorbomben, bei der palästinensischen Bevölkerung sehr schwere menschliche Verluste verursacht.
In diesem Zusammenhang setzte sich Dr. Ahmad Edris, ein Dozent für Rechtswissenschaften an der Universität von Halab, Syrien, in seiner Rede mit den Befugnissen der Generalstaatsanwaltschaft des Verbrechertribunals und deren Kompetenz und Zuverlässigkeit bezüglich einer Klage gegen die israelischen Kriegsverbrecher auseinander und sagte in diesem Zusammenhang, dass der UN-Sicherheitsrat ebenso Verantwortung trage.
Die Verbrechen Israels während des Gazakrieges wurden bereits von einem UN-Ausschuss unter Leitung des Juristen Richard Goldstone überprüft. Im sogenannten Goldstone-Bericht wurde das zionistische Regime wegen seiner Kriegsverbrechen in Gaza verurteilt. Aber bislang ist die Weltöffentlichkeit aufgrund des großen Einflusses der USA in der UNO nur Zeuge einer verbalen Verurteilung Israels geworden.