15 Juni 2009 - 19:30

Seyyed Morteza Nematzade, Nahostexperte, hat mit Hinweis auf den Sieg der Hisbollah im 33-täigen Krieg gegen das zionistische Regime erklärt, die Sicherheitstheorie Ben Gurions hat die Vernichtung des zionistischen Regimes nach seinem ersten Verlust vorgesehen.

In einem Gespräch mit Fars deutete der Nahostexperte auf das Gleichgewicht in der Region nach dem 33-tägigen Krieg hin und betonte: "Der Verlust des zionistischen Regimes gegen die libanesische Hisbollah, der als das Scheitern der USA gegen den regionalen Widerstand bewertet werden kann, hat für große Entwicklungen gesorgt, denn danach sind wir Zeuge eines endgültigen Scheiterns des Projekts von einem "Great Middle East" gewesen." Er fuhr fort: "Dies zeigt, dass das Scheitern sich nicht nur auf Israel und den Libanon bezieht, sondern die ganze Region beeinflusst, so dass das wichtigste strategische US-Projekt für den Nahen Osten in die Schublade geraten ist." Nematzade fügte hinzu: "Nach dem Sieg der Hisbollah haben sich die USA auf die so genannte Front der Mäßigung - die aus 6 arabischen Anrainerstaaten des Persischen Golfs sowie Ägypten und Jordanien besteht - beschränkt, was die aggressive US-Außenpolitik in einer defensive verwandelt hat." Er erläuterte: "Die von David Ben Gurion entworfene Sicherheitstheorie wurde nach dem 33-tägigen Krieg zerstört, ohne eine neue Alternative, die die Sicherheitsbasis des zionistischen Regime bilden könnte, zu haben. Nach seinem Verlust strebt das zionistische Regime das geschädigte Image seiner Armee, die als unbesiegbar dargestellt wurde, wieder zu verbessern." Der Nahostexperte wies auf die verstärkte Macht des Widerstands gegenüber dem zionistischen Regime und den USA und den daraus resultierenden Problemen in arabischen Ländern hin und sagte, die Krise befindet sich zurzeit in der Ruhephase vor dem Sturm. Er meinte, dass sich das Gleichgewicht in der Region zugunsten des Widerstands gegen die USA und das zionistische Regime geändert habe. Über die Gründe der neuen zionistischen Warnungen gegen die Hisbollah erklärte Nematzade: "Einer der Gründe ist die Umwandlung der US-amerikanischen und westlichen Prioritäten zugunsten dieses Regimes." Die Möglichkeit eines neuen Kriegs seitens des zionistischen Regimes gegen die Hisbollah wies er nicht zurück, meinte jedoch, dass die neuen Warnungen eher als ein Psychokrieg zu bewerten seien. "Die Präventivität, die im 33-tägigen und 22-tägigen Krieg gegen die Hisbollah und den Gazastreifen verletzt worden ist, ist das wichtigste strategische Element der Sicherheitstheorie Ben Gurions und nun versucht das zionistische Regime nach der Wiederbelebung dieses Elements." Nematzade wies auf die Kissinger-Theorie, wonach kein Krieg ohne Ägypten und kein Frieden ohne Syrien möglich sei hin und betonte: "Die Erfahrung des Libanon- und Gaza-Krieges zeigt die Ineffizienz der Kissingertheorie."