Dieses Treffen findet nur wenige Stunden vor der Sitzung der Kommission für die Kontrolle des Rüstungsexportes im englischen Parlament statt, bei der ein Waffenembargo für Saudi-Arabien diskutiert werden soll.
Infolge des letzten UN-Berichtes über die Nutzung englischer Waffen bei Angriffen auf zivile Ziele im Jemen, wie z.B. Krankenhäuser, stehen die englischen Parlamentarier bezüglich des Stopps von Waffenlieferungen unter Druck.
Nach den jüngsten Zahlen des Stockholmer Friedensforschungs-Instituts Sipri ist Saudi-Arabien der weltweit zweitgrößte Waffenimporteur nach Indien. Der Großteil der Waffen stammt demnach aus den USA und aus Europa. Die größten Waffenlieferanten Saudi-Arabiens aus der EU sind Großbritannien und Frankreich. Allein die Briten haben nach Angaben von EU-Abgeordneten seit Beginn des Allianz-Einsatzes im Jemen im März vergangenen Jahres Rüstungsexporte im Wert von rund drei Milliarden Euro in das Königreich genehmigt.
Auch die Human Rights Watch haben ein Waffenembargo für Saudi-Arabien gefordert und die USA, England, Frankreich und andere Länder aufgefordert, solange Saudi-Arabien den Jemen angreife, keine Waffen an dieses Land zu liefern.