Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Samstag bei seiner Ankunft in Wien, es werde ein Abkommen angestrebt, bei dem Iran ein Recht auf die Nutzung friedlicher Atomenergie besitze, jedoch müsse Iran versichern keine Atomwaffen herzustellen. Eine langfristige Einschränkung bei Forschung und Entwicklung, strenge Kontrollen der Atomanlagenn und bei Bedarf auch der militärischen Anlagen sowie eine automatische Rückkehr der Sanktionen bei Verstoß gegen die Verpflichtungen durch Iran, lauten die drei Bedingungen, die Fabius zur Erzielung eines Abkommens nannte. Diese Bedingungen werden gestellt, während das geehrte Revolutionsoberhaupt Ayatollah Khamenei die Fortsetzung von Forschung und Entwicklung sowie die Nichtzulassung der Besichtigung von Militärzentren als rote Linien bezeichnete. Ein Treffen zwischen Fabius und seinem iranischen Amtskollegen Mohammad Javad Zarif ist geplant. Zuvor trafen sich Zarif und sein amerikanischer Amtskollege John Kerry in Wien und führten im Hotel Coburg Gespräche. Die achte Runde der Atomverhandlungen zwischen Iran und der G5+1 nach dem Übereinkommen von Lausanne, zur Niederschrift eines endgültigen und umfassenden Abkommens, hat am Mittwoch den 17. Juni in Wien begonnen. Diese Verhandlungen werden auf Außenministerebene und unter Teilnahme des IAEA-Generaldirektors Yukiya Amano sowie der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini fortgesetzt.