21 September 2014 - 06:16
Treffen des iranischen Außenministers mit seinen Amtskollegen aus Norwegen und Spanien in New York

Der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Zarif ist am Freitag in New York mit seinen Amtskollegen aus Norwegen und Spanien, Borge Brende und José Manuel García Margallo, zu Gesprächen über bilaterale sowie regionale und internationale Themen zusammengekommen.

Bei dem Gespräch mit dem norwegischen Außenminister ging es neben diversen Themen wie dem Ausbau von Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern und vor allem um den aktuellen Stand der Atomverhandlungen zwischen Iran und der G5+1 auch um die jüngsten Entwicklungen im Irak. Zarif wiederholte bei dieser Gelegenheit, dass Iran eine Einigung im Atomkonflikt noch vor dem 24. November für möglich halte, falls die G5+1 dazu bereit ist. Zur Situation im Irak sagte er, die Sicherheit der gesamten Region wird durch die Terroristen des sog. "Islamischen Staats" bedroht. Iran unterstütze die irakische Regierung bei der Bekämpfung der Terrorgruppen, insbesondere die IS-Terrorgruppe, halte jedoch die Aktivitäten der "Koalition der Willigen" unter US-amerianischer Führung für widersprüchlich, unaufrichtig und ungeeignet, um der Gewalt und Verbrechen im Irak und in Syrien ein Ende zu setzen. Auf diese Weise werde das Selbstbestimmungsrecht der Völker missbeachtet, außerdem gebe noch dafür kein UN-Mandat, so Zarif weiter. Der norwegische Außenminister Brende betonte bei diesem Treffen die äußerst wichtige Rolle Irans in der Region und sagte, dass es dem IS wohl vor allem durch den rechtzeitigen Einsatz Irans nicht gelungen sei, die strategisch wichtigen Regionen in Syrien und Irak unter seine Kontrolle zu bringen.

Im Anschluss an diesem Treffen kam der iranische Außenminister auch mit seinem spanischen Amtskollegen García Margallo zu einem bilateralen Gespräch zusammen.