10 Februar 2014 - 20:30
Schweizer Botschafter in Teheran wegen US-Sanktionen einbestellt

Der Schweizer Botschafter und US-Interessenvertreter in Teheran, Giulio Haas, ist am Montagabend ins iranische Aussenministerium zitiert worden.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Farsnews meldete, wurde ihm Kritik an neuen US-Sanktionen gegen einige iranische Unternehmen und haltlosen Vorwürfen des US-Finanzministeriums gegen den Iran übermittelt.
Die US-Sanktionen sind gegen Einzelpersonen sowie gegen Firmen gerichtet, die verdächtigt werden, Terrornetzwerke zu unterstützen.
Die Haltung des Iran gegenüber Terrorismus sei bekannt, sagte der Generaldirektor für Nordamerika im iranischen Aussenministerium zum Schweizer Botschafter. Die USA unterstützten öffentlich Terroristengruppen in der Region und seien nicht berechtigt, den Iran die Unterstützung des Terrorismus vorzuwerfen. Das Vorgehen der USA widerspreche dem Geist des "Gemeinsamen Aktionsplans" von Genf. Die Weltöffentlichkeit betrachte den Iran als das größte Opfer des Terrorismus. Der Tod zahlreicher iranischer Bürger und Diplomaten im Jemen, Irak, Libanon und in Afghanistan bezeuge das. Der Iran weise daher die Vorwürfe der USA nachdrücklich zurück.
Der Schweizer Botschafter versicherte, der US-Regierung bei erster Gelegenheit den Protest der IR Iran zu übermitteln und Teheran über jedes Ergebnis zu informieren.