13 Dezember 2013 - 20:30
Iranische Delegation verlässt Atomgespräche in Wien

Die iranische Delegation hat die Wiener Atomgespräche mit den UNO-Vetomächten und Deutschland wegen Vertragsverletzung in der Nacht auf heute unterbrochen und ist nach Teheran abgereist.

Dort werde man Konsultationen abhalten, hieß es von dem Verhandlungsteam gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Die USA, Russland, England, Frankreich, China und Deutschland hatten sich Ende November mit dem Iran auf erste Schritte zur Entspannung im jahrelangen Atomstreit verständigt. Die Führung in Teheran stimmte Einschränkungen bei ihren Nuklearaktivitäten im Gegenzug für gezielte Sanktionserleichterungen zu. Ungeachtet der kürzlich zwischen der G5+1 und Iran in Genf getroffenen Vereinbarungen haben die USA weitere Unternehmen und Personen auf die "schwarze Liste" gesetzt. Im Iran wird die jetzt vorgenommene Ausweitung der Sanktionen als Indikator dafür betrachtet, wie aufrichtig die USA es mit diesen "vertrauensbildenden Schritten" meinen. Iran setzte bereits die in Genf erzielten Vereinbarungen um und ließ letzte Woche Inspektionen an seinem Schwerwasserreaktor in der zentraliranischen Stadt "Arak" zu. Bei den Gesprächen in Wien sollen nun technische Fragen geklärt werden - so gab der Iran am Mittwoch die Zustimmung zur Inspektion einer Uranmine in Gachin durch IAEA-Experten. Binnen sechs Monaten soll ein endgültiges Abkommen erzielt werden.