Nach dem Tod eines US-Bürgers hat Washington amerikanische Bürger davor gewarnt, nach Ägypten zu reisen. Ein Sprecher des US-Ministeriums bestätigte, dass gestern in der ägyptischen Hafenstadt Alexandria bei Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern von Präsident Mursi ein US-Amerikaner getötet wurde. Nach Angaben der ägyptischen Behörden handelt es sich um einen 21-jährigen, der während der Proteste Fotos gemacht habe. Er wurde erstochen, als er zwischen die Fronten geriet. In Alexandria kam außerdem ein Ägypter ums Leben. Dutzende sollen auch verletzt worden sein. - Ein weiterer Mann - offenbar ein ägyptischer Journalist - starb in Port Said, als es während regierungskritischer Proteste eine Explosion gab. Berichten zufolge war ein Sprengsatz in die Menge geworfen worden, der auch mehrere Menschen verletzte. Nach Angaben des Außenministeriums in Washington wird das Botschaftspersonal in Kairo reduziert. Am Sonntag(morgen) ist der Jahrestag der Vereidigung von Präsident Mursi zum Präsidenten. Gegner und Anhänger des Präsidenten haben aus diesem Anlass zu landesweiten Massenkundgebungen aufgerufen. Opposition fordert den Rücktritt des Staatschefs und vorgezogene Wahlen.
28 Juni 2013 - 19:30
News ID: 435068
Nach dem Tod eines US-Bürgers hat Washington amerikanische Bürger davor gewarnt, nach Ägypten zu reisen.